2021-07-17_Samstag

Jetzt ist es nett, es regnet und kühlt ab. Stehen im Zentrum von Vilnius, neben dem Turm, es regnet, endlich. Während sich in Deutschlands Westen die Kombination aus heftigem Regen und Stadtplanung zur Katastrophe multipliziert, war hier Grossraumsauna mit über 35 Grad.

Die letzten Tage in der Hitze haben jeglichen Entdeckungsdrang stark gedämpft.

Der Übernachtungsplatz „bei“ Trakai, nicht „in“ Trakai war optimal. Schöner Park mit wenigen Besuchern. Die wenigen Besucher zog es zu einem Platz für repräsentative Hochzeitsfotos vor einem nahen Schloss. „Užutrakis Tyszkiewicz Manor“, Manor hab ich verstanden, den Rest versuche ich erst gar nicht auszusprechen.

Google hatte schon über das schöne Schloss und den Park informiert, aber bei der Hitze reichte die Energie nur zum See. Liegestuhl ins flache Wasser und abkühlen.

Heute, ganz früh, vor der Abfahrt Richtung Vilnius, dann doch noch die 300 Meter „Wanderung“ durch den Park in Angriff genommen.

Gut dass da noch ein Rest Neugier der Hitze Widerstand leisten konnte: Ein wirklich schöner Ort:

Von der Webseite des Parks (übersetzt mit deepl)

Das Schloss mit französischen Partnern ist von einem Landschaftspark umgeben. EF Andre nutzte meisterhaft die kontrastreiche Landschaft der Halbinsel, betonte ihre Hügel mit künstlichen Felskompositionen und ergänzte die majestätische Pracht von Galvė und Skaistis mit Spiegeln von in den Senken und Sümpfen gegrabenen Teichen.
Ihre Oberflächen spiegelten jahrhundertealte Eichen und Kiefern sowie speziell ausgewählte und gepflanzte gebietsfremde Pflanzen wider.
Die Ausgrabung von mehr als 20 Teichen unterschiedlicher Größe und Form, die mit Seen oder miteinander verbunden sind, hat einen einzigartigen Park der Wasserspiegelungen hervorgebracht, nach dem die Grenze zwischen Land und Wasser, zwischen Einfallsreichtum und Realität wandernd verschwand.

Nach dem Tod des Grafen Juozapas Tiškevičius im Jahr 1917. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Užutrakis von seinem ältesten Sohn Andrius regiert. Nach der Besetzung Litauens durch die Sowjetunion wurde das Herrenhaus verstaatlicht und während des Krieges von den deutschen Besatzungsbehörden verwaltet.
Nach dem Krieg gab es ein Sanatorium für hochrangige KGB-Offiziere, später ein Pionierlager und Rasthaus sowie eine staatliche Tourismusbasis. In dieser Zeit wurde das Herrenhaus besonders beschädigt: Der ursprüngliche Plan des Schlosses wurde zerstört, der Park wurde stark deformiert und später wurde der Park aufgegeben, mit Gebäuden, die die Landschaft verdunkelten und mit der Architektur des Herrenhauses unvereinbar waren.
Heute ist das Gut Užutrakis ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung, das von der Direktion des historischen Nationalparks Trakai verwaltet und gepflegt wird. Užutrakis wird schnell wiedergeboren: Der Palast, die Nebengebäude und der Park werden restauriert – verfallene Teiche werden restauriert, Grün wird gepflegt, Skulpturen und Vasen kehren in den Park zurück und andere kleine architektonische Elemente haben ihn geschmückt.
http://www.seniejitrakai.lt/uzutrakio-dvaro-sodyba-2/

PS: manchmal ganz interessant, nicht nur hier, die englischen und litauischen Versionen der Texte zu vergleichen. Die Erinnerungen an die Zeit vor 1990 bezüglich der östlichen Nachbarn, fallen manchem etwas deutlicher aus.

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